Wann ist ein Sabbatjahr möglich?

Wann ist ein Sabbatjahr möglich

Uns ist aufgefallen, dass wir oft die Frage gestellt bekommen: Wann ist ein Sabbatical möglich?

Dazu fällt uns nur die Antwort „Naja, immer!“ ein.

Es scheint sehr banal zu sein, aber ein Sabbatjahr lohnt sich immer und ist auch in jeden Lebensstil zu integrieren. Grundsätzlich kann jeder eine Auszeit beantragen und machen. Über die unterschiedlichen Schritte dazu schreiben wir dir hier in aller Kürze in diesem Artikel. Wenn du dich ausführlicher dazu informieren möchtest, empfehlen wir dir die verlinkten Artikel und Podcast Folgen.

Schritte für die Verwirklichung

Entscheidung treffen

Solltest du dich dafür entschieden haben eine Auszeit zu machen, solltest du dich über die Regelungen in deinem Beruf informieren. Beamte und auch angestellte Lehrer haben es leicht ein Sabbatical zu beantragen. Polizeibeamte dagegen haben kein Recht auf eine Auszeit. Arbeitnehmer sollten sich gründlich darüber informieren wie eine Auszeit in der eigenen Firma geregelt ist. Der Betriebsrat weiß sicherlich etwas, das dir weiterhelfen kann. Ebenso ist es hilfreich den Zeitraum deines Sabbaticals festzulegen. Wann möchtest du dein Sabbatjahr machen?

Artikel: Warum du ein Sabbatjahr machen solltest!

Formalitäten

Du hast nun einen Überblick über deine Situation, den Zeitpunkt eines Sabbaticals und die Regelung im Betrieb. Nun kannst du das Gespräch mit deinem Chef vorbereiten und anschließend einen passenden Antrag aufsetzen. Wichtige Fragen für den Betrieb sollten geklärt sein: Wer vertritt deinen Dienst, wie möchtest du diese Auszeit finanzieren und wie lange bist du in deinem Sabbatjahr?

Artikel: Sabbatjahr beantragen – Wie du es richtig machst!
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Artikel: Post digitalisieren – So machst du deinen Briefkasten arbeitslos

Finanzierung

Deine derzeitige berufliche Situation bestimmt auch die Aktivitäten oder die Länge deines Sabbatjahres. Dein Gehalt wird daran angepasst. Es gibt unterschiedliche Sparmodelle oder aber auch keine konkreten Ansparphasen. Lehrer und Beamte sparen meist eine Zeit über ein Teilzeitmodell an und haben im Sabbatjahr selbst weiterhin ihr Gehalt. Angestellte können sich diese Regelung selbst aussuchen bzw. müssen sich den Betrag ansparen.

Artikel: Geld sparen fürs Sabbatjahr – wie du es auch schafft!

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Gestaltung

Was du in deiner Auszeit machst, ist ganz allein dir überlassen. Viele Faktoren bestimmen deine Auswahl an Aktivitäten. Es ist alles möglich: Zeitrahmen und Zeitpunkt, Geld, Gesundheit und Familienkonstellation beeinflussen dein Sabbatjahr. Wenn du eine Familie mit schulpflichtigen Kindern hast, wirst du eine andere Planung haben, als ein Single in seinen jungen Jahren kurz nach der Ausbildung. Wie du siehst, ist ein Sabbatical sehr individuell gestaltbar.

Artikel: Was könntest du mit deiner Zeit anfangen?

Wiedereinstieg

Wie sieht deine Rückkehr in deinen ehemaligen Beruf aus? Möchtest du überhaupt wieder einsteigen? Eine berufliche Veränderung kann nach einem Sabbatical sehr präsent sein. Doch um sich darüber Klarheit zu verschaffen ist ein Sabbatjahr sehr hilfreich. Wenn du dich für deinen alten Beruf entscheidest, möchtest du dann mit voller Stundenzahl arbeiten? Wie sieht dann dein neuer Alltag aus und wie kannst du deinem Vorgesetzten deine Wünsche übermitteln? Das gilt es zu erfragen und auch sich selbst zu beantworten.

Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass die Gestaltung und der Zeitraum eines Sabbatjahres sehr individuell ist und somit nicht falsch geplant oder begonnen werden kann. Es ist dein Leben, das du so gestaltest, wie du es möchtest. Theoretisch sind alle der Meinung, dass eine Auszeit machbar ist. Doch die Umsetzung dieser Theorie fehlt oft.

Ausreden Sabbatjahr
Lenni macht sich lustig über die Ausreden – Es gibt gar keine oder?

Welche Ausreden kann es geben ein Sabbatjahr nicht zu machen?

Geld

Oh ja, das liebe Geld. „Ich habe nicht genug Geld dafür“ – das kennt man doch! Wir sind der Meinung, dass das eine faule Ausrede ist. Wer diesen Wunsch hat, wird Mittel und Wege finden seinen Traum zu verwirklichen. Wir sparen auch an Ecken, die uns nicht wehtun. Vieles, das wir im Monat ausgeben ist unnötig und kann gespart werden. Und Geld ausgeben für Kleidung oder Besitz scheint für viele oft wichtiger zu sein, als für eine Lebenserfahrung, die man nie vergessen wird. Also: Weniger Geld aus dem Fenster schmeißen und das Leben leben! Mit einem guten Sparplan und viel Geduld, kannst du auch mit kleinem Budget eine Auszeit machen.

Artikel: Geld sparen fürs Sabbatjahr – wie du es auch schafft!

Lücke im Lebenslauf

Der ein oder andere glaubt, dass ein Sabbatjahr direkt nach der Ausbildung oder einem Studium sich schlecht im Lebenslauf präsentiert. Man gilt als faul und unentschlossen oder auch als nicht gut genug für eine anschließende Festanstellung. Betrachte dein Sabbatjahr doch mal aus einer anderen Perspektive. Was hast du alles in diesem Sabbatical gelernt? Orientierung, Herausforderungen meistern, Sprachkenntnisse verbessert, Kulturen und Natur kennen und schätzen gelernt, organisatorische Fähigkeiten und vor allem die Fähigkeit gesund zu bleiben. Alles ist wichtig für eine berufliche Weiterentwicklung.

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Angst/Sicherheit

Manchmal entscheidet die Angst, dass wir unbekanntes nicht machen. Der Wunsch besteht aber die Ungewissheit macht uns Angst. Deshalb setzen wir unsere Ziele nicht um. Dazu kann auch ein Sabbatjahr gehören. Hier sind mehrere Unbekannte, die zur Rubrik Angst gehören. Du weißt nicht wie du dein Sabbatjahr finanzieren sollst oder ob das Geld für ein Jahr reichen wird. Du weißt außerdem nicht ob du in der Zeit krank wirst und auf Reisen einen guten Arzt findest. Gleichzeitig ist dort ein Gefühl, das man nicht beschreiben kann. Wir glauben es ist das Verlassen der Komfortzone, was Menschen aufhält zu wachsen. Also pack die Ausreden der Angst an und löse sie vorher, dann kannst du ohne Angst deine Auszeit genießen.

Freunde sind anderer Meinung

Wir kennen es alle: Wir sind total von einer neuen Idee begeistert und erzählen das unseren Freunden. Die wiederum können diese Euphorie gar nicht verstehen. Gerade bei mir (Alex) wurde das auch im Kollegium deutlich. Du bist doch noch viel zu jung für ein Sabbatjahr. Das brauchst du doch noch gar nicht. Stopp?! Macht man also nur dann ein Sabbatical, wenn man unter Burnout leidet oder sich von einer schweren Krankheit erholen muss? Ach und auch nur dann, wenn man ein gewisses Alter erreicht hat?! Klar. Ohne mich. Wir sind der Meinung, dass solche Entscheidungen das Leben spannend machen und wir dabei sehr viel schneller in unserer Persönlichkeit wachsen können. Und wie ihr seht, sind das auch nur wieder faule Ausreden.

Gleichzeitig können Freunde Angst davor haben euch nicht mehr so oft sehen zu können. Ihr könntet euch von ihren Überzeugungen abgrenzen und nicht mehr abends beim Grillen über die Nachbarn und Kollegen lästern. Oder es unterhält und klagt sich nicht mehr so einfach über die schwere Arbeit mit euch. Ja, das ist doch in Deutschland so üblich! Wer hat mehr an Schmerzen oder schlechten Erinnerungen zu bieten? 😉

Raus aus der Komfortzone
Raus aus der Komfortzone

Familie in Deutschland

Die Familie ist vielen Menschen sehr wichtig. Wer eine Weltreise plant, sieht seine Familie eine lange Zeit nicht. Skype oder andere Chatmöglichkeiten per Video können dort ein wenig beruhigen. Doch der echte Kontakt ist nicht möglich, wenn man unterwegs ist. Doch auch hier gibt es eine Möglichkeit. Sollte es dir sehr wichtig sein deine Familie regelmäßig zu sehen, kannst du dein Sabbatjahr auch zu Hause verbringen und ganz in Ruhe deine Wünsch erfüllen. Der ein oder andere möchte vielleicht mal ein Buch schreiben oder ein Produkt im Onlineshop produzieren und verkaufen.

Artikel: Arbeiten von zu Hause

Oder du machst dein Sabbatical um noch mehr bei deiner Familie zu sein. Es kann ja sein, dass du einen Teil deiner Familie im Ausland hast und diese Personen selten siehst. Dann kannst du sie super dort für eine längere Zeit besuchen.

„Meine Kinder sind schulpflichtig und können nicht mit. Sie müssen ja zur Schule gehen.“ In erster Linie hast du vollkommen recht. Aber auch die Schule genehmigt deinem Kind eine Auszeit, wenn du das möchtest. Ein Gespräch beim Schulleiter und guten Gründen für ein Sabbatjahr wird dir dabei helfen auch deinen Kindern eine Auszeit zu geben. Ich glaube auch, dass Kinder, die die 2.,3., 6. und 7. Klasse besuchen es leichter haben ein Sabbatjahr (oder Sabbat) genehmigt bekommen, da in diesen Schuljahren keine sehr schweren Inhalte verpasst werden. in der 1. Klasse z.B. lernen alle Kinder Lesen, Schreiben und Rechnen. Das bedeutet, hier ist es eher ungünstig um eine Auszeit zu bitten.

Aber auch hier gibt es Möglichkeiten. Solltest du genau in der Zeit ein Sabbatjahr planen, kann dein Kind entweder ein Jahr später in die Schule gehen oder du lässt dein Kind „freilernen“. Die Familie Fischer hat genau dies gemacht. Hier findest du ihren Artikel, Podcast und Reisebericht.

Artikel: Auswandern auf Zeit mit Kind

Keine Zeit

HA! Die beste und beliebteste Ausrede unserer Zeit ist diese: „Ich habe einfach keine Zeit für ein Sabbatjahr!“ Da hast du recht, wenn du dir die Zeit nicht bewusst dafür nimmst, dann kannst du auch keine Zeit dafür haben! Aber wir können dir helfen. Realisiere, dass das nur eine Ausrede ist und du dir die Zeit dafür nehmen darfst! Es ist erlaubt! Es sollte eine Zeit für dich sein. Dich, so wie du jetzt bist. Mit allem was du gern machst. Finde nur noch den richtigen Zeitpunkt und fang an zu planen und zu träumen.

Fazit

Wir kennen sie alle: die besonders wichtigen Ausreden, die uns in unserer Komfortzone halten, damit wir uns sicher und geborgen fühlen. Gleichzeitig bestaunen wir diejenigen, die ihre Komfortzone verlassen und etwas Spannendes darüber erzählen. Sie sagen sogar, dass es sehr leicht ist Neues zu wagen und geben einem dafür den ein oder anderen Tipp. Vielleicht konnten wir auch bei dir eine Ausrede enttarnen, die du dir oft erzählst.

Sollte eine passende Ausrede noch nicht genannt worden sein, möchten wir sie unbedingt wissen. Erzähl sie uns über die Kommentarfunktion. Welche Ausreden gibt es noch ein Sabbatjahr oder einen Wunsch nicht anzugehen?

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